Schleifen, Schweißen, Schwitzen: Neues aus den Werkstätten

Neben unserem Ikarus 66 arbeiten wir an weiteren größeren Projekten. So standen die ersten drei Kalendermonate im Zeichen der Instandsetzung unseres Stadtbahnwagens 401, dem Abschluss der Arbeiten am Triebwagen 6 und der Hauptuntersuchung am Tatra-Triebwagen 1067. Durch diese Baustellen konnten wir am Kirchenfensterwagen 151 nur vereinzelt Holzarbeiten durchführen, die Triebwagen 505 und 720 warten auf Platz in der Werkstatt.

Nachdem zum Jahresbeginn für Triebwagen 401 noch Schweißarbeiten und die Anfertigung von Bolzen anstanden, nahmen wir am 21. Januar erste Fahrversuche vor. Am 4. Februar mussten die Türen ausgebaut werden, eine Woche später folgte die Perrondecke. Letzteres war erforderlich, um die ITCS-Technik (Funk, Weichen- und Signalansteuerung) einbauen zu können.

Am 25. Februar machten sich einige Vereinsmitglieder auf den Weg zum Betriebshof Freiimfelder Straße, um die 401 erstmals seit vielen Jahren wieder aus eigener Kraft fahren zu lassen. Im Anschluss an den Türeinbau am darauffolgenden Samstag erfolgte am 18. März die Überführung in unser Depot. Letztmals befand sich der Wagen im Jahre 2016, vor seiner schweren Entgleisung, im Museum.

Umfangreiche Arbeiten standen auch am Triebwagen Nr. 6 an. Nachdem das aufgearbeitete Fahrgestell am 21. Januar in unsere Werkstatt überführt wurde, standen Arbeiten im und unter dem Fahrzeug an. Am 4. März erhielt der Kirnitzschtalbahnwagen einen neuen temporären roten Stromabnehmer. Eine Woche später feierten wir die „Hochzeit“ des Wagenkastens mit dem Fahrgestell. Am 18. März wurde der Wagen im Tausch mit der 401 zum Betriebshof Freiimfelder Straße überführt

 

Noch ein ganzes Stück von seiner Fertigstellung entfernt ist unser Tatra-Triebwagen 1067. Präsentierte er sich bis zu seiner Hauptuntersuchung noch unter der Nummer 931 im letzten Betriebszustand der nicht-modernisierten Fahrzeuge mit Originallackierung, wird er derzeit in seinen ursprünglichen Anlieferungszustand aus dem Jahre 1978 zurückversetzt, als er unter der Nummer 1067 in den Dienst gestellt wurde. Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf den Innenraum einschließlich der elektrischen Komponenten. Die Wandverkleidung mussten wir nach originalem Muster neu anfertigen lassen, da diese nicht mehr vorhanden war.

Unser Busgespann H6B mit Anhänger W701 wurde in den ersten drei Monaten für die neue Saison fit gemacht. Der Busanhänger erhielt zum Jahresbeginn neue Bremsen, welche am 14. Januar eingestellt wurden. Auch die Bremse des H6B wurde in diesem Zusammenhang nachgestellt. Eine Woche später erhielt der Bus an der Vorderachse neue Räder und verbrachte seinen Anhänger in den Betriebshof Freiimfelder Straße. Dort erfolgte nach Ausbesserung verschiedener kleiner Karosserie-Schadstellen eine Neulackierung. Am 18. Februar konnten wir ihn wieder abholen und nach dem Einbau der Tür in unsere Buswerkstatt überführen. Es folgten Arbeiten an der Außenverkleidung des Anhängers einschließlich der Beleuchtungs- und Signalanlage.

Auch im Museum legten wir Hand an. Während der Winterpause arbeiten wir auch in der Wagenhalle an der Instandhaltung unserer Fahrzeuge, da der Werkstattbereich hierfür zu klein ist. Zudem erhielten wir von der Verkehrsleitstelle der HAVAG mit einer Anzeigetafel ein neues Exponat, welches am 18. Februar mit viel Körpereinsatz an der Nordwand des Museums angebracht wurde. Bevor dieses wieder in Betrieb genommen werden kann, ist eine vollständige Neuverkabelung und -programmierung erforderlich.

Bevor unsere Fahrzeuge wieder in die Saison starten können, erhalten diese eine Durchsicht in den Werkstätten der HAVAG. Dies führte am 4. März zur etwas ungewohnten Zugzusammenstellung aus Arbeits-Triebwagen 035 und Tatra-Beiwagen 101. Am folgenden Samstag wurde der Zug aus Triebwagen 523/Beiwagen 260/Beiwagen 328 zu diesem Zweck überführt. Alle Fahrzeuge bestanden ihre Durchsicht.

Am 18. März hatten wir unser Fahrpersonal zu einem Dienstunterricht eingeladen, um das Wissen zu den Betriebsabläufen aufzufrischen, über Neuigkeiten zu informieren und Abläufe zu trainieren, um für den Bedarfsfall gerüstet zu sein. Hierbei wurde auch der praktische Einsatz einer Hilfskupplung trainiert. Da unsere Fahrzeuge verschiedene Kupplungstypen besitzen, sind entsprechende Adapter erforderlich, wenn diese mit anderen Wagen abgeschleppt werden müssen.

Um das Museum für die erste Saisonöffnung vorzubereiten, packten wir am 1. April gemeinsam an und veranstalteten einen Frühjahrsputz. Exponate wurden gereinigt, Fahrzeuge umrangiert und Beschreibungstexte erneuert.

Nächste Termine

Wir freuen uns, Sie zu diesen Veranstaltungen begrüßen zu dürfen:

Museumsöffnung

An folgenden Tagen hat unser Museum von 11:00-17:00 für Sie geöffnet:

  • 01.06.2024
  • 15.06.2024
  • 06.07.2024
  • 20.07.2024
  • 03.08.2024

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